Browsed by
Schlagwort: Weingut Schneider

Herbst 2012 im Markgräflerland

Herbst 2012 im Markgräflerland

Obwohl in einigen Teilflächen kurz vor Reifebeginn noch tischtennisgroße Hagelkörner ihre zerstörerische Kraft zeigten, gab es einen insgesamt zufriedenstellenden Herbst im Markgräflerland. Die Trauben sind gelesen, gekeltert und sie durchlaufen momentan ihre Gärung bzw. die Umsetzung der Oechslegrade in Alkohol, Aromen, Säure und Kohlensäure.. Die Überreste aus der Traubenpressung sind zentral auf einem Feld zur Verrottung deponiert.

Nach dem Herbst ist vor dem Herbst. Schon jetzt wurde mit der Bodenbelüftung begonnen. Bei kurzstämmigen jungen Rebanlagen wird die Schar von beiden Seiten zum Rebstock hin gepflügt. Dies soll ein Schutz gegen kommende Kälte sein.

Am 22.10. fand ich tatsächlich ein noch nicht abgeerntetes Flurstück mit Roter und Weißer Gutedel. Lockerbeerig und kaum Fäulnis. Dafür knackige Beeren voller süßem, fruchtigen Saft. Um 45 ° Grad gedrehte vierkantige Ortgangpfähle aus Akazienholz halten die Drahtspannung aufrecht. Diese liebevoll gepflegte Rebanlage gehört dem ECOVIN Weinbaubetrieb Daniel Feuerstein in Heitersheim. Am 23.10. wird diese mit verschiedenen Gutedelklonen bestückte Anlage geherbstet. Daniel Feuerstein erwartet 80 ° Öchsle und damit einen Gutedel im Kabinettbereich. Wetten dass dieser Gutedel im Jahre 2013 Gutdel-Cupsieger wird ?

Zum Schluss meiner Weinbergstour komme ich auf dem Schilzberg an der nach ECOVIN Richtlinien gepflegten Rebanlage von Katharina und Matthias Pfefferle vorbei. Beide bewirtschaften das Weingut Schneider und betreiben die Schneider-Straußi in Heitersheim. Katharina ist Oenologin und Mathias studierter Architekt, jedoch seit ein paar Jahren als talentierter Quereinsteiger verantwortlich für den Weinbau. Nach drei Jahren der Umstellphase soll in  diesem Jahr  die ECOVIN Zertifikation erreicht werden.  An Schneider´s Reben hängen  Tafeln mit Angabe der jeweiligen Rebsorte.  Am Anfang und Ende der Parzelle wächst ein Rosenstock. In der Regel soll dieser als Frühwarnsystem zur Anzeige der Peronospora-Krankheit dienen. Jetzt erfreut des späten Wanderes Herz eine gelbe, duftende Spätherbstrose. Das Weingut gehört zur Weinmachergruppe der „Weingräfler“ . Tipp für die Straußenwirtschaft: immer Freitags: gegrilltes Forellenfilet mit feinstem Kartoffelsalat. Dazu ein Grüner Markgräfler Gutedel und / oder ein Sauvignon blanc >S<.

B:RfD
Blauer Markgräfler

Blauer Markgräfler

vom Weingut Schneider in Heitersheim.

Verkostungsnotiz Variante 1.:

auch im Winter mit 15 ° C servieren. Ein Blauer Spätburgunder im Glas nimmt die Raumtemperatur sukzessive auf und lässt den Wein Schluck für Schluck aufwachen.

Optischer Eindruck : mittleres rot mit violetten Reflexen

Nase / Geruch: Aromen von Brombeeren und reifer Süßkirsche

Mund / Geschmack: leicht und fruchtig mit weichen Tanninen

Mit nur 11,5 % alc. vol. ist ein Blauer Markgräfler ein unaufdringlicher Essensbegleiter.

Verkostungsnotiz 2.:

Glühwein herblich süß vom Blauer Markgräfler

1/2 ltr. Blauer Markgräfler in einen Topf gießen. Hinzugeben:  5 Wacholderbeeren, 1 Sternanis, 1  Zimtstange, 3 Nelken, Saft einer Mandarine, 3-4 Teelöffel Wildblütenhonig je nach Süßegrad.

Das Ganze leicht zum köcheln bringen, aber nicht über den Siedepunkt gehen, weil sonst die Inhaltsstoffe wie Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine zersetzt werden.

Viel Vergnügen beim Probieren.

Weingut Schneider , Kolpingstrasse 7, 79423 Heitersheim

Tel. 07634 2836