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Schlagwort: Mazuration

Physiologische Reife beim Gutedel 2010

Physiologische Reife beim Gutedel 2010

Maturation oder physiologische Reife,

das Zusammenwirken von Öchslegraden, Säure- und  ph-wert, Färbung der Beerenhaut, Elastizität des Fruchtfleisches,  Reifezustand der Traubenkerne und das Aroma der Beeren selber bestimmt den Lesezeitraum der Trauben.

Dieser in den 90 er Jahren in den USA geprägter Begriff der physiologischen Reife ist Startsignal zum Herbsten.

Die gleichbegriffliche Maturation ( frz. maturité ) ist die Bezeichnung für einen optimalen Reifefzustand der Weintrauben im jährlichen Vegetationszyklus des Rebstocks.

Einfach dargestellt:  Zerdrückt oder teilt man mit einem Messer  eine Traubenbeere, so soll sich das Fruchtfleisch vom Traubenkern lösen und dieser wiederum oxidierend leicht braun werden.

Ein modernes Mess- und Analysewerkzeug ist das

G r a p e – S c a n

Verfahren zur Beurteilung des Reife- und Gesundheitsgrades von Trauben und dem Most.

Es gilt die Formel: TQ = R + G     Traubenqualität= Reifegrad + Gesundheitsgrad

R e i f e g r a d wie:  Mostgewicht, Gesamtsäure ,  pH-Wert,  Ammonium,  Kalium,  Weinsäure,  Äpfelsäure und dem NOPA GrapeScan

G e s u n d h e i t s g r a d wie: Flüchtige Säure,  Glycerin und dem Glucose / Fructose Verhältnis.

Ich habe das seltene Glück am Beginn eines Weinberges zu wohnen. Am 20.09.2010 habe ich diese Gutedel Trauben aus der Parzelle vom Weingut Gerhard Fünfgeld in Heitersheim aufgenommen. Der Gutedel braucht noch 8  Tage in dieser wundervollen Septembersonne, dann können wir im nächsten Jahres in der Fünfgeld Straußi diesen frischen, lebendigen Gutedel sürpfeln. Dazu ein hausgemachter duftender Flammenkuchen. Wer nicht so lange warten will, kann jetzt schon den süffigen Neuen Süßen oder Federweißen mit einem Stück Zwiebelwaien genießen.