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Schlagwort: Markgräflerland

Badischer Wein – leere Keller und Preiserhöhung ?

Badischer Wein – leere Keller und Preiserhöhung ?

Weinwirtschaft in Baden setzt auf höhere Preise im Jahre 2014.

Grund hierfür ist der ertragsschwache Jahrgang 2013 mit einer durchschnittlichen Erntemenge von 6.800 Liter pro Hektar. Weinbauverbandspräsident Kilian Schneider möchte die jetzige untere Preislinie für die 0,75 ltr. Flasche von  € 1.99 auf € 2.49 anheben. So im Sonntag vom 26.1.2014 zu lesen. Eine Seite weiter offeriert ein E-Center die 1 ltr. Flasche Gutedel Q.b.A. mit € 2.22.

Wunsch und Markt. Wenn eine Genossenschaft  in Zeiten leerer Fässer noch zu diesen Preisen verkaufen muss,  dann sollte sie ihre Qualitäts- und Verkaufsphilosophie auf den Prüfstand heben. Ansonsten wird der Winzer nicht aus seinem Hobbystatus heraus kommen.

Auf jeden mageren Herbst folgt  zwangsläufig die Diskussion:

  • um die Lockerung der Mengenobergrenze von 9.000 Liter pro Hektar.
  • statt höherer Erträge soll die Erweiterung der Anbauflächen forciert werden.

Die in Baden im Jahre 1990 eingeführte Mengenobergrenze von 90 hl pro Hektar wurde in den letzten 23 Jahren nur zweimal erreicht. 1998 und 1999. Wird eine bessere Qualität im Massegeschäft überhaupt honoriert ?

War die  Verlängerung des Anbaustopps im letzten Jahre doch nicht die optimale Entscheidung? Der EU-Kompromiss  sieht in der Zeit von 2016 – 2030 vor,  die jeweilige Bestandsfläche eines Weinbaugebietes um 1 %  erweitern zu können.  Für Baden würde die Erweiterung der Anbaufläche lediglich  ein Mehr von  ca. 900 hl Wein bringen.

Mehr Info zum Anbaustopp in diesem Blog.

diad
Weinlese 2013 und Reifewerte im Markgräflerland

Weinlese 2013 und Reifewerte im Markgräflerland

das durch den Regen geprägte Wetter der vergangenen zwei Wochen kennen wir zur Genüge. Trotzdem haben wir im Vergleich zu anderen deutschen Weinbauregionen Dusel gehabt. So war heute am 13. Oktober 2013 ein wunderschöner Tag zum Herbsten, auch wenn es Sonntag war.

IMG_3670scal Dieser „R o t e r  G u t e d e l erfreut sich der warmen Sonnenstrahlen.

Die Reifemessungen vom Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg zeigen extrem abweichende Messergebnisse gegenüber dem Vorjahr.

Am Beispiel vom G u t e d e l am 30.9.2013:

Öchsle: 69 zu 74 in 2012

Säure:   7,9 zu 5,5 in 2012

 NOPA :  88 zu 130 in 2012

Die Kellermeister dürfen jetzt ihr Wissen abrufen, um diese von der Natur vorgegebenen Parameter umzusetzen. Es wird sicherlich bei einigen Rebsorten einen anderen Typ von Wein entstehen. Ich könnte mir beim G u t e d e l  vorstellen : ohne Anreicherung,  ein leichter, filigraner, lebendiger Tropfen, biologischer Säureabbau und nicht ganz durchgegoren.

Was mir persönlich nicht gefällt ist der niedrige NOPA Wert. Dieser Indikator „hefeverfügbarer Stickstoff“ ist wichtig für den Reife- und Gärverlauf.

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat bereits bei den Rebsorten  G r a u b u r g u n d e r   und  S p ä t b u r g u n d e r  ab der Prädikatsstufe Kabinett in bestimmten Anbaugebieten in Baden die “ S ä u e r u n g “ zugelassen. Über die Erhöhung der Anreicherungsspanne mit Zucker wird am 14.10. 2013 entschieden werden. fiD