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Schlagwort: Fendant

Mondial du Chasselas Aigle 2016

Mondial du Chasselas Aigle 2016

ist ein weltweit  ausgeschriebener Wettbewerb für die Weine dieser Rebsorte, die landläufig unter dem Rebsorten – Synonym:  Chasselas – Fendant – Gutedel bekannt sind. Die fünfte Auflage verzeichnete mit 763 Weinen ein Rekordergebnis bei der Teilnahme. Bei der Siegerehrung im Schloss Aigle im Waadtland war das Markgräflerland mit seinen Gutedeln respektabel vertreten.Den Schwerpunkt bestimmen am Mondial du Chasselas die Schweizer Weine: 684 kamen aus dem Mutterland des Gutedels, 52 kamen aus Deutschland (im Vorjahr 37), 19 aus Frankreich, je drei aus Kanada und Ungarn und je einer aus den USA und Mexiko.

Die Präsenz der Markgräfler am Mondial du Casselas zeigt sich auch in den zwei Trophäen, für den besten Wein der Kategorien „Swing“ und „Bester deutscher Wein„, gestiftet von der Ersten Markgräfler Weinbruderschaft und vom Markgräfler Wein e.V.

Kategorie „SWING“ mit max. 11,5 % vol. alc.

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Goldmedaille:

1 : Weingut Löffler aus Staufen 

  2015 er Grüner Markgräfler    mit 90,1 Punkten

 2 : Sekt- und Weingut Schweigler aus Binzen

2015 er Grüner Markgräfler    mit 89,6 Punkten

Beide Weine kommen aus der Gruppe der „Weingräfler“  mit Ihren leichten Linien „Grüner Markgräfler“ Rosa Markgräfler und Blauer Markgräfler. Ein Zusammenschluss von 9 Weinerzeugern, mit gleichem Auftreten, gleichen Qualitätsgrundsätzen und doch individuellen  verschiedenen Weinen bei jedem Weinmacher.

 

photo-oberbadischer-juiln-2016Silbermedaille

Weingut Steinle aus Ballrechten  2015 er Gutedel Kabinett  mit 87,3 Punkten

Weingut Zotz aus Heitersheim    2015 er Gutedel Kabinett   mit 87,3 Punkten

Kategorie „EDELSÜSS“

Goldmedaille:

1. Winzerkeller Auggener Schäf    Gutedel Eiswein   mit 92,2 Punkten

2.  WG Schliengen               Lindenhof Gutedel     mit 90,3 Punkten

Kategorie „trockene Weißweine“

Goldmedaille und bester Gutedel in dieser Kategorie

  1.   Domaine Schoffit, Elsass         Chasselas Vieilles Vignes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anbaustopp aufheben – ein Fiasko oder eine Chance

Anbaustopp aufheben – ein Fiasko oder eine Chance

für den deutschen Weinbau?

Einseitige Informationspolitik der Verantwortlichen an ihre Winzer, wenn es um die Aufhebung des Anbaustopps geht.?

Das  was man überwiegend hört  ist:

  •  die Zerstörung einer Kulturlandschaft
  • Verschwinden der  Steillagen
  • ausbleibende Touristen
  • Qualitäts- und Preisverlust.
Aus meiner Sichtweise als Weinliebhaber und nicht Betroffener : Jede negative Seite hat ein Pro auf der Gegenseite. ( Link anklicken, dann kommt mein erster Bericht vom 1.8.2010 zu diesem Thema.)
 
1. Pragmatisch gesehen will die EU die Zustände legalisieren, an die sich außer (vielleicht ) Deutschland niemand hält.
 
    Beispielhaft:
  •  die italienische Rodungsprämie ist   für 75 000 ha genehmigt,  aber eingereicht wurden tatsächlich vorhandene 180.000 ha außerhalb der genehmigten Zone
  • die italienische Region Langhe, die offiziell verkünden ihre Rebflächen zu erweitern und es auch tun
  • Ausdehnung der Anbaugebiete in Bordeaux um 1 / 5 in den letzten 10 Jahren
  • in Spanien wurden massenhaft neue DOS angelegt
  •  Subventionsbetrug in Italien mit rektifiziertem Traubenmost, weil seit 1976 in Italien schlechtes Wetter ist
  • die Region la Mancha in Spanien lebt fast ausschließlich aus Zuschüssen
2. Keine positiven Auswirkungen des Anbaustopps auf den deutschen Weinbau.
    • Bislang wurde die Überproduktion nicht eingedämmt. Zusätzlich haben wir in Deutschland eine kontrollierte Hektarertragsregulierung.  Bei dieser gibt es nur eine gedeckelte Menge nach oben und nach unten nicht. Um den Markt richtig bedienen zu können fehlt uns doch immer wieder die Menge um ein nachhaltiges Geschäft aufzubauen.
    • Da muss schon ein Fritz Keller her mit seiner grandiosen Vermarktungsidee den Aldi jährlich mit einer Million Flaschen Spätburgunder und Weißburgunder zu bedienen.
 
3. Gibt es bei uns in der Markgräfler -Rheinebene rebenwürtiges Gelände?
 
  • Die Frage ist sinnvoll, wenn es um Spitzen-Qualitäten geht.
  • Der Ursprung der Rebe kommt aus dem Mittelmeeraum und sie ist sehr genügsam sowie anpassungsfähig was karge, steinige und sandige Böden anbelangt.
  •  In der Rheinebene findet die Rebe als Tiefwurzler überlebenswichtiges Wasser 
  •  kann in Windrichtung der Burgunder-Pforte angepflanzt werden, um für optimale Durchlüftung zu sorgen. Unwetter prallen in der Regel dann nicht breitseitig auf die Rebe mit ihren Trauben.
  • Die Sonneneinstrahlung ist mit dieser Ausrichtung Südwest am natürlichsten.
  • Grundsätzlich sollte der Winzer entscheiden, wo und welche Rebsorte er anbauen will. Bevor er das tut wird er sein wirtschaftliches Ergebnis und Risiko berechnen .
  •  Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Investor aus Neuseeland 600 ha in der Markgräfler Rheinebene sucht, wenn er vorher nicht eine betriebswirtschaftliche Analyse gefertigt hat
 
4.  Erhaltung traditioneller Rebflächen, insbesondere von Steillagen – ein Argument ?
 
  • Der Schutz unserer Reben-Kulturlandschaft ist ein berechtigtes Interesse. Dass es den Steillagen so schlecht geht, liegt in der günstigeren Produktion in den Flachlagen. In Deutschland gibt es nur 9 % Steillagen.
  • Zum Erhalt schützenswerter Weinbaulagen kann man evtl. ein Unterstützungsprogramm auflegen.
 
5. Qualität aus Steil- bzw. Hanglagen eine meß- und wertbare Größe für den Anbaustopp ?
    • Der Vorteil scheint die Qualität des Weines zu sein. Ist Qualität meß- oder wertbar? Wenn ein Liter Gutedel Qualitätswein im Supermarkt für 1.99 € verkauft und das Gutedel – Flagschiff als Cup Sieger 2010 mit € 2.95 angeboten wird , frage ich mich, mit welchem Preis das Weingut in der Rheinebene offerieren wird, um wirtschaftlich bestehen zu können.
    • Die traditionelle Kulturlandschaft unserer Reben müsste qualitativ bessere  Weine entstehen lassen, als die Reblagen in der Rheinebene, und somit einen Wettbewerbsvorteil haben. Ob das den Masseverbraucher interessiert und er bereit ist  dafür mehr zu bezahlen  ?
    • Außerdem gibt es keine Erfahrungen, was der Rebstock herzugeben vermag. 
6. Klimaverschiebung im Markgräflerland ?
  • es gibt wissenschaftliche Aussagen zu Untersuchungen,  die vorausschauend eine Trockenperiode speziell im Markgräflerland als wahrscheinlich annehmen. So die Vorboten der Jahre 2003, 2009 und 2011 mit der Sondergenehmigung zur Zugabe von Weinsäure.
  • Speziell unserere Gutedeltraube muss ihren Wasserhaushalt aufrechterhalten. Notfalls muss sie migrieren, dorthin wo Wasser ist.  Findet sie dort dann ihren neuen Lebensraum wie der Fendant auf kargen Kiesel – und Sandböden im Rhonetal ? Voraussetzung wäre dann die Aufhebung des Anbaustopps.
  7. Zuschussprogramme der EU
 
Einige Weinbau treibende Länder haben die Investitionsprogramme im Rahmen der Stützungsprogramm gestoppt, da nicht sicher ist ob diese 2013 fortgeführt werden. Solange der EU – Finanzplan ab 2014 nicht verabschiedet ist, stehen weitere Mittel nicht zur Verfügung. Zitat: Dr. Robert Kloss.
 
 Fazit: Es lohnt sich Pro und Contra zur Aufhebung der Pflanzrechte zu diskutieren.
Tipp: Steuerlich gesehen lohnt sich für bilanzierende Weinbaubtriebe eine Teilwertabschreibung auf den Verlust von Rebanlagen bei Aufhebung der Pflanzrechte.
 
 
 
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Gutedel – Vinum Sieger 2010

Gutedel – Vinum Sieger 2010

ist das Weingut Josef Walz aus Heitersheim. Als einziger Teilnehmer schaffte es der talentierte Weinmacher Thomas Walz mit drei 2009er Weinen im Fachmagazin vertreten zu sein. Gutedel Qualitätswein und Kabinett wurden mit 15 Punkten prämiert, die Gutedel Beerenauslese mit der Höchstnote 16.

Eine weitere Spezialität des Markgräflerlandes ist der Spargel. Beide ergänzen sich in verliebter Art, und das seit ca 5.000 Jahren beim Gutedel und 4. 500 Jahren beim Asparagus.

Wenig Kalorien, viel Kalium und jede Menge Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe machen Spargel zu einem wertvollen Gemüse. Schwefelhaltige Verbindungen sorgen für den feinen Geschmack. Frischer Spargel besteht zu 93 % aus Wasser.

Rudolf Knoll degustiert und begleitet seine Eindrücke vom 2009er Heitersheimer Gutedel – Kabinett trocken mit folgenden Worten:

Kräuter und gebratene Zuccchini steigen aus dem Glas in die Nase; interessanter , saftiger Gutedel mit Extrakt und fast stahlig anmutender Note.

Achtung beim gern verwendeten Begriff „Spargelwein“. Junger Gutedel passt vorzüglich zu Spargelgerichten, mediterranen Vorspeisen; Chasselas  oder Fendant zu Raclette und Fisch. Gutedel ist ohne aufdringlich zu wirken ein unbekümmerter Essensbegleiter.

Ein Tipp: Gutedel schmeckt im ersten Jahr am besten und wird im Markgräflerland und in der Schweiz einfach mal so als Apero genossen.

Nach 5000 Jahren eine kleine Überraschung in der Gutedel-Geschichte. Ein Grüner Markgräfler. Rund 10 % vol. alc. und überwiegend weineigene Kohlensäure bei interesanter Säure-Restzuckerbalance zeigen, welches Potential diese älteste Kulturrebe besitzt.

Mit 14,5 Punkten bewertet wurden u.a. das  Weingut Zimmermann aus Schliengen mit einem:

2009er Bad Bellinger Sonnenstück Qualitätswein

dieser Gutedel erzielte den 2. Platz im diesjährigen Gutedel – Cup

Mit 15,5 Punkten erzielte das Weingut Lämmlin – Schindler aus Mauchen die höchste Punktzahl mit einem 2009er Mauchener Sonnenstück Kabinett

Degustationsnotiz: Zarter Kräuterduft, toller Biss und Schliff, würzig, elegante Facetten, gute Länge. Sehr viel mehr ist bei einem leichten Gutedel der weniger als sechs Euro kostet nicht möglich. Vorbildlich.

Gut gepunktet von Rudolf Knoll. Schließlich ist dieser Gutdel Cupsieger 2010.

Die Weingüter Lämmlin – Schindler und Weingut Zimmermann gehören zur Gruppe „Grüner Markgräfler“ und „Blauer Markgräfler“.

Die Degustation fand im Weingut Hartmut Schlumberger in Laufen statt.

Weitere super Berichterstattung im Vinum Heft 06 / 2010 über den Gutedel vs. Chasselas