Wein aus dem Betonei – erstmalig im Weinland Baden

Wein aus dem Betonei – erstmalig im Weinland Baden

S T E I W I I. Der erste Badische Wein aus dem Betonei ist famos gelungen. Ein 2015er Grauburgunder, trocken und unfiltriert. Das Ecovin Weingut Schneider – Pfefferle in Heitersheim /Markgräflerland wagte das Experiment mit 1.700 Liter Most, jeweils 850 Liter im Edelstahltank und im Betonei zu vinifizieren. Im Ergebnis entstanden zwei unterschiedliche Weine.

FAZIT: Die Eiform und der Werkstoff Beton haben wesentlichen Einfluss auf den Charakter eines Weines. img_3926

Bansv

Federweiss 2015 er

Federweiss 2015 er

Weingut Thomas MARUGG in Fläsch – Ausserort ( CH).

In der Regel fährt man schnellst möglich über die Autobahn  durch das Gebiet der „Bündner Herrschaft“ Richtung Chur / Davos und weiter.

Für Weinliebhaber, die  noch Zeit und Muße mitbringen, lohnt sich ein  Abstecher in das Weinbaugebiet von Fläsch . Einfach  im Heidiland von der E 43  abfahren.

In dieser Region mit ca. 450 ha. ist der Wein knapp, kontigentiert  und  auf 2 Jahre hinaus schon verkauft .  So z.B. beim Weingut Gantenbein in Fläsch oder beim Weingut Eichholz in Jenins.

Das kleine Weingut von Thomas Marugg gefällt mir sehr gut, weil die Philosophie

„Wir arbeiten mit der Natur – aus Verantwortung gegenüber kommenden Generationen“

gelebt wird.

 Ein „Federweiss“ entsteht vorzugsweise aus reinem Ablaufsaft ( Saignée ) von leicht angepressten Pinot Noir –  Trauben. Die Vinifizierung erfolgt wie ein Weisswein. In der Deutschschweiz hat sich jedoch die Bezeichnung Blanc de Noir durchgesetzt.

Wir probierten am 12.8. diesen Federweiss bei mir im Garten  in Heitersheim im Markgräflerland :

  • sommerliche Außentemperatur 27 °.

  • mit 8 ° wird dieser Wein eingeschenkt.

  • das Glas beschlägt sich taufrisch

  • eine leichte Perlage an der Glasinnenseite zeigt Frische und Lebendigkeit an.

  • die Farbe des Weines gleicht der auf dem Teller servierten geräucherten Lachsforelle.

  • leichte Aromen von Walderdbeeren, reifen Sauerkirschen und weißen Ribisili.

  • dezente Würzigkeit nach Rosmarin. Ganz leichte Citruskomponente.

Der Preis pro Flasche liegt bei CHF 18,50. Für Schweizer Verhältnisse sehr günstig.

In der Gruppe der mir bekannten Roséweine ein gelungener sehr guter Ausreißer. Empfehlenswert.

Chapeau Thomas.

BvG

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Weinpreise 2016 – Ortenauer Schleuderpreise im Markgräflerland

Weinpreise 2016 – Ortenauer Schleuderpreise im Markgräflerland

Die Zeitung „der Sonntag“ vom 31. Juli 2016 schreibt auf der Titelseit: „Das große Sterben“. Es gibt dramatisch weniger Schmetterlinge und andere wilde Bestäuber. Das ist eine Gefahr für das Ökosystem. Ein Drittel aller Lebensmittel in der westlichen Welt würden oder schlimmer, werden fehlen wenn….“.

In derselben Zeitung wirbt das E. Center in Müllheim mit Wein aus der Ortenau. Die Ortenauer Weinkeller (OWK) gehören zur EDEKA Gruppe Südwest.

Eine Flasche  Grau- oder Weißburgunder, Spätburgunder Rotwein oder Spätburgunder Weißherbst für sage und schreiben: € 1.99 je 0,75 ltr. Flasche ( 1 ltr= € 2,65 )

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Bei diesem Erlös der Ortenauer Weinkellerei  kann nurmit Verlust verkauft werden. Zieht man vom Verkaufspreis 19% Umsatzsteuer sowie den Rabatt von um die 30 % ab,  dann kauft das E-Center ein für ca. € 1.18 die 0,75 ltr. Flasche.

Um diese Menge an Wein erzeugen zu können, benötigt man ca. 1 kg Trauben. Der Auszahlungspreis liegt etwa bei € 1,– pro kg. Setzt man noch weitere variable Kosten für Flasche, Verschluss und Etikett mit € 0,27 an, so ergibt es bereits eine Unterdeckung von € 0,07.  Und der Wein ist noch nicht ausgebaut, etikettiert, verkauft, verschickt und verwaltet.

Egal wie, die variablen Kosten müssen immer verdient sein. Bei den fixen Kosten sollte man zumindest einen Betrag über den variablen erzielen, um somit die fixen Kosten decken zu können ( Deckungsbeitrag ). Für Konzernunternehmen gelten diese Regeln wohl nicht.

Dieses Angebot ist leider kein Einzelfall. Im nächsten Blog werde ich über einen kausalen Zusammenhang von wertlosen Preisen und einhergehendem Sterben unser Ökosysteme berichten.

BdZv