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Archive for the ‘Rebsorten’ Category

Sauvignon Blanc

als Muskat – Silvaner bei uns in Deutschland noch wenig bekannt. Trend, Mode oder Renaissance?  Alles scheint – auch im Hinblick des klimatischen Wandels – möglich beim Sauvignon Blanc deutscher An- und Ausbauweise.

Die internationale Organisation für Rebe und Wein ( OIV ) gestattet leider nicht die Verwendung des deutschen Synomyms „Muskat – Silvaner“ auf dem Etikett.

Diese faszinierende weiße Rebsorte ist aufgrund ihrer hohen Begehrlichkeit in die noble Weingesellschaft aufgestiegen und gehört in erweiterter Hinzuzählung zu den Cépages nobles.

In diese edle Gruppe zählen streng genommen die v i e r Rebsorten:

Cabernet Sauvignon – Pinot – Riesling – Chardonnay.

Nur diese vier zur Weinerzeugung verwendeten Rebkulturen sind geeignet, das komplexe Aroma und Bouquet, das Terroir und unter Mitwirkung eines talentierten Weinmachers die vollkommene Identität eines perfekten Weines zu erzeugen.

Moderne genetische Analysen zeigen, dass Sauvignon Blanc mit hoher Wahrscheinlichkeit aus einer Kreuzung von Traminer mit Chenin Blanc und eventuellen nachfolgenden Mutationen im Loiregebiet entstanden sein dürfte. Das würde auch die starke Verbreitung dieser Sorte in dieser Region  seit über 300 Jahren erklären.

Im Loiretal entstehen die namhaften und reinrebsortigen Weine Poully-Fumé und der weiße Sancerre. Ein sehr hochwertiger Anbau findet in Neuseeland statt wie z.B. der Cloudy Bay.

Weltweit ist Sauvignon Blanc mit  80.000 ha. Anbaufläche nach Chardonnay  die globale Nummer zwei.

Die Anbaufläche in Deutschland  liegt  bei ca. 462 ha. Anbaufläche, davon in der Pfalz mit 230 ha, Rheinhessen 110 ha, Baden 90 ha und Württemberg 30 ha. sowie Brandenburg mit 2 ha. In der Pfalz wurde Sauvignon Blanc zur Rebsorte des Jahres 2010 auserkoren.

Tradition hat die Traube unter anderem im badischen Durbach. Das Gräflich Wolff Metternich`sche Weingut setzte in den Jahren nach 1830 Rebstöcke ein, die von dem Sauternes-Chateau d`Yquem stammen. Als „Weißer Bordeaux“ wurde er mit einer Sondergenehmigung bis 1985 vermarktet.

Ebenso war die Rebsorte vor 150 Jahren im Schwäbischen Remstal verbreitet, wo sie heute wieder ihre alte Heimat hat.

Da Sauvignon Blanc die bedeutendste Weißweinsorte Frankreichs war,

musste im Jahre 1939 diese Rebsorte bei uns als „Franzosen- und Feindeswein“ gerodet werden.

In Pfaffenweiler wurde Sauvignon Blanc bereits im Jahre 1692 angebaut. Dies belegt eine Urkunde im schweizerischen Kloster St. Gallen.

Im Jahre 1990 beschaffte man wieder Rebsetzlinge aus dem Loiretal, und pflanzte diese auf den Rebflächen ( ca. 10 ha ) von Pfaffenweiler an.

Für alle Sauvignon–Winzer muss es das Ziel sein, den Facettenreichtum und die regionale Typizität zu betonen.

Also nicht die duftintensiven Weine Neuseelands als Vorbild nehmen. In wärmeren Gebieten wird Sauvignon oft nur mit mäßigem Erfolg erzeugt. Um konzentrierte grüne Aromen zu erhalten, muss früher geerntet zu werden, ohne Rücksicht auf die Maturation zu nehmen. Diesen Weinen fehlt dann das Aroma und die Stabilität in der natürlichen Reife, begleitet von grünen Geruchs- und sauren Geschmacksattributen.

Sauvignon Blanc ist zwar modern, aber noch lange nicht für jede Weinbauregion dieser Erde geeignet !

Die Geheimnisse der Sauvignon Blanc – Aromen liegen  in den nur in dieser Rebsorte so konzentriert vorkommenden Terpene und Thiole.

Aus ihnen entstehen beim Gärprozess die unverkennbaren Merkmale dieses Weines, so wie seine schönen Grüntöne, duftend nach frisch gemähtem Gras, wildwachsenden Kräutern, Stachelbeeren und grünen Früchten.

Bei uns im  Markgräflerland haben visionierte Winzer und Weinmacher diese Rebsorte mit ihren knackigen und fruchtigen Trauben in den letzten 15 Jahren wieder entdeckt.

So beispielhaft genannt sind das Weingut Schneider in Heitersheim und das Weingut Zimmermann in Schliengen. Beide bewirtschaften und vinifizieren Sauvignon Blanc in vorzüglicher Art. Und sie kredenzen ihre frischen und fruchtigen Weine in der hofeigenen Straußi.

Mit Sauvignon Blanc dabei ist das Weingut Lämmlin – Schindler in Schliengen-Mauchen und ausgeschenkt in dem heimeligen Gasthaus zur Krone.

Das Weingut Zimmermann in Schliengen im Bild Martina und Karl Ernst Zimmermann

– bewirtschaftet seit 5 Jahren auf dem Gewann Schliengener Sonnenstück 68 ar Sauvignon-Reben. Es handelt sich um den Klon Nr. 376 auf der Rebholzunterlage SO4.  Im Weinkeller erfolgt der Ausbau reduktiv, also ohne Sauerstoff und mit CO².

Verkostungsnotiz:

2009er Sauvignon Blanc, trocken,

Farbe: Strohgelb mit grünen Reflexen

Nase: Reife Johannisbeeren, Maracuja und begleitende   Stachelbeere. Duft nach frischem Kräutergras.

Geschmack: Eine saftige Säure mit 6 gr. / l, gekonnt eingebunden in 3,2 gr. / l. Restzucker. Lebendige Frische mit moderaten 11,5 % vol. alc.

Die elegante und spritzige Fruchtigkeit erzeugt einen tanzenden Nachhall.

Dieser außergewöhnlich feine Sauvignon Blanc erhielt von der DEHOGA – Deutscher Hotel- und Gaststättenverband –  den dritten Platz als Sommerwein 2010.

TippBestellen Sie einen Muskat – Silvaner in Zimmermann´s Weinschenke. Genießen Sie diesen edlen Tropfen in heimeliger Umgebung, mit wunderbarem Blick auf unseren Paradiesgarten, die Vogesen und die Alpen.

Diesen Bericht finden Sie auch in dem badischen Magazin für Feinschmecker und Weinfreunde

Wein & mehr…. 11. Jahrgang Herbst 2010

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Sauvignon Blanc oder auch als Muskat – Sylvaner noch unbekannt, gehört in erweiterter Hinzuzählung zu den Cépages nobles.

Zu dieser noblen Weingesellschaft zählen streng genommen nur v i e r Rebsorten.

Cabernet Sauvingon –  Pinot –    Riesling –    Chardonnay.

Nur diese vier  zur Weinerzeugung verwendeten Rebkulturen sind geeignet, das komplexe Aroma und Bouquet, das Terroir und die Identität eines perfekten Weines zu entwickeln.

Der Muskat – Sylvaner IMG_3942

wurde im Markgräflerland bereits 1692 kultiviert. Im dritten Reich, als Franzosen- und Feindeswein gerodet und in Vergessenheit geraten, erlangt seit ca. 15 Jahren wieder Bedeutung und ist dabei, ein heimlicher Kultwein zu werden.

Unter Willis Wein Idee und Schreiberswein hat das Projekt begonnen, den Sauvignon – Blanc mit dem einheimischen Begriff  „Muskat – Sylvaner“ im Markgräflerland zu etablieren.  Leider gestattet die OIV – Liste nicht, diesen uralten Sortenbegriff zu verwenden. Lediglich mit einem Synonym für den Sauvignon – Blanc darf dieser als Fumé Blanc auf dem Etikett bezeichnet werden

Wie kann man einen Wein besser beschreiben als  bei einem Glas

2007 er Sauvignon Blanc trocken „S“DSC00039

Herbsbeginn am 16.9.2009 aus der Rebanlage vom Weingut Schneider – Heitersheim.

und der Musik des blinden Sängers Geoffrey Gurrumul Yunupingu aus Australien. Dieses musikalische Geschenk habe ich von Julia Richter erhalten.

Muskat – Sylvaner oder Sauvignon Blanc. Eine einprägende Rebsorte und umwerfend als Wein im feinwandigen Glas;  in der Robe wie der beginnende Herbst, von lindgrün bis goldgelb schimmernd.

Im Geruch und Geschmack wie eine Vermählung von Cabernet Sauvignon und Muskateller oder Traminer.

Eine saftige Säure  mit 6, o gr /ltr , kombiniert  mit vitaminhaltigen  schwarzen Johannisbeeren und begleitet von den Düften der Stachelbeere bilden eine harmonische Hochzeitsgesellschaft. Unter ihnen sind noch  dezente Gäste wie Grapefruitaromen. Die elegante Fruchtigkeit erzeugt einen lang anhaltenden tanzenden Nachhall.

Ein moderater Restzuckergehalt von nur  2,9 gr / l  ist kaum spürbar,  passt aber  zu  den 13,2 %  alc. vol.

Die  „S“  Serie ist eine Selection mit einer Ertragsreduzierung von 50 ltr. / ha.Das Preis – Leistungsverhältnis bei einem Verkaufspreis von € 10,– ab Hof,  ist bei diesem besonders empfehlenswerten Wein  absolut in Ordnung oder tip top wie unsere Schweizer Nachbarn zu sagen pflegen.

Die begabte Markgräfler Oenologin Katharina Pfefferle vom Weingut Schneider ist mit ihrem Ehemann Matthias Pfefferle aktuell dabei, ihre Weinberge auf ECOVIN umzustellen.  Die Qualität des   Muskat – Sylvaner  wird sich meiner Erfahrung nach dann noch steigern.Schneider

Katharina Pfefferle  gehört auch zur Gründergruppe der

“  G r ü n e r  M a r k g r ä f l e r „.

Geheimtipp: Genießen Sie heimilige Umgebung der urigen Straußi im gleichnamigen Weingut Schneider in Heitersheim. Bestellen Sie einen Muskat – Sylvaner und Sie werden ein Botschafter dieses edlen Weines.

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Zu Gast bei Maria und Karlheinz Ruser auf dem Tüllinger Berg.img_3120
Immer wieder ein Erlebnis der besonderen Art.
Am 6. Mai 2009 mit illustren Gästen wie
Hans Lauber – Buchautor in Sachen Diät und Wildkräuter und…..
Metzgerei Senn aus Eimeldingen….
Lars Breidenbach – Wein, Essen & Trinken und Webblogs….

Zum Empfang wurde ein Grüner Markgräfler gereicht und die neue willkommene Markgräfler Lebensart von Berthold Willi vorgetragen.

Sprudelnde Genialität von Hans Lauber, einem ehemaligen PR-Director und heutigem Autor von Büchern in Sachen natürlicher Gesundheit. Liebt Wildkräuter über alles und vor allem dort wo sie einfließen, in Fleisch von Rindern, Ziegen, Schafen. Deren Produkte aus Fleisch, Milch und Käse sind eine regionale Spezialität. Der Metzger Senn aus Eimeldingen bringt solches Fleisch und geniale Wurstwaren auf den Tisch. Köstlich seine Zutaten aus Kräutern und einfachsten Gewürzen.
Hans Lauber zauberte dazu einen Wildkräutersalat mit eingeriebenen gekochten Kartoffeln – natürlich mit Schale -. Ergänzt wurden die Speisen durch ein feines selbstgebackenes Brot aus dem Hause Ruser.
Aber Hans Lauber liebt auch den Weinberg und sein köstliches Ergebnis. Mit seiner Idee entstand die erste Rebbepflanzung mit Lemberger im südbadischen Markgräflerland.
Der absolute Höhepunkt war die Verkostung eines 2008 er Lemberger „RL“. Aus erst zweijährigem Rebbestand wurden 150 Flaschen vinifiziert.IMG_3492

Kaum ein anderer kann einen solchen Wein besser charakterisieren und beschreiben als Lars Breidenbach

Deshalb der Verweis aus seinen Weinblog

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