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Kategorie: Blauer Markgräfler

Rotwein aus dem Kühlschrank ?

Rotwein aus dem Kühlschrank ?

so lautet eine Diskussionsfrage in XING .

Dabei tut sich die Frage nach dem Typ Rotwein auf. In einem prächtigen Sommer wie er sich jetzt zeigt, offeriert man sicherlich keine kräftigen und tanninreichen Rotweine. Es sind die eher jungen, frischen und fruchtigen Sorten, die einen warmen Sommerabend begleiten.

Gilt für Rotweine : Bei  Trinktemperaturen um die 12 ° C kommt die Säure optimal daher, die Bitterkeit ist kaum spürbar und die Süsse harmoniert angenehm. Bei  Trinktemperaturen ab 20 °C versteckt sich die Säure, die Weine schmecken leicht bitter und die Süsse plump.

13-15°
Gamay, junger Merlot, junge Pinot Noir Weine

15-17°
Junger Bordeaux, leichter Cabernet, Barbera, Merlot

16-18°
Grosse Burgunder, Bordeaux, Italiener, Spanier, Kalifornier etc.

17-19°
Barolo, Reciotto Amarone

(Die niedrigere Temperatur gilt jeweils für die einfacheren, die höhere für die komplexeren, qualitativ besseren Weine jeder Kategorie.)

oder ein Tipp : 10 – 12 °       Blauer Markgräfler

Sommerliches Hamburg am Abend mit 28 ° C. Wir genießen am Beach Strand an der Elbe bei Wedel einen mit 11 ° C servierten 2009er „Blauer Makgräfler“. Ein leichter, frischer Blauer Spätburgunder mit 11,5 %. alc.vol.
Durch die warme Aussentemperatur entwickelt sich der Wein im Glas von Schluck zu Schluck. Pro 5 Minuten um 2 ° C. Ein willkommenes Trinkvergnügen.

Es ist der erste und individuell von 9 Markgräfler Weinmachern vinifizierte deutsche Rotwein, der damit wirbt, mit 10 ° – 12 ° C.  serviert zu werden.

In der Landschaft um Lyon wird seid über 250 Jahren in einer gekühlten glasbodenverstärkten Flasche – POT du Lyonnais – der junge Rotwein serviert.

Blauer Markgräfler 2009er Verkostung

Blauer Markgräfler 2009er Verkostung

Im Markgräfler Museum in Müllheim startet am 7.5.2010 eine Premiere. Die Verkostung des 2009er Blauer Markgräfler. Unter diesem Markennamen vinifizieren neun Weingüter aus dem Markgräflerland jeweils eigenständig ihren Blauen.

Gewonnen aus der Traube des blauen Spätburgunders entsteht durch gekühlten und deshalb verlangsamten  Gärprozess   ein filigraner Wein. Ohne Anreicherung vergoren und somit natürlich im Alkohol mit 11,5 % – max. 12 % vol. Alc. . Durch eine spezielle Maischebehandlung verbinden sich die Traubenaromen von sonnengereiften Kirschen und herb-fruchtigen Casistönen elegant mit dem Wein. Umgeben von feinen Tanninen.

Jung und mit 10-12° C kühl eingeschenkt, ist er ein idealer Sommerwein.  Bei warmen Außentemperaturen entwickelt sich der Blaue von Schluck zu Schluck. Wir dürfen uns im Markgrälerland gerne an dieses französische Ritual der Genußkultur gewöhnen.

Jetzt am 28.4. 2010 gerade in der Verkostung, bei einer Außentemperatur von 26 ° C. ein auf 11 °C gekühlter Blauer Markgräfler vom Weingut Zimmermann in Schliengen.

Alc. vol. % 11,5           Säure mit 5,1 gr. / l         Restzucker mit 4,9 gr. / l

Optischer Eindruck: funkelndes Kirschrot

Nase / Geruch: saftige Kirsch- und Beerenaromen mit frischen Cassisnoten, leichte angedeutete Aromen von geröstetem Eichenholz

Mund / Geschmack: unbekümmert und fruchtig mit feinen Tanninen. Schöner Nachhall.

Eine harmonischer und frischer Essensbegleiter. Passt hervorragend zu unserem Kaiserstühler Vorspeisenteller. Eine Wildpastete mit Pistazien und Äpfel garniert mit lauwarmen Markgräfler Spargelspitzen auf Kräuter – Vinaigrette.

Die Wildpastet stammt vom Metzger Peter Dirr in Endingen. Einfach erstklassig.

Der Preis von € 6.80 ab Weingut steht in fairer Relation zu dieser regionalen  Qualität.

Spätburgunder Blauer Markgräfler

Spätburgunder Blauer Markgräfler

Ein kühler Roter für heiße Tage

so berichtet die Badische Zeitung in ihrer Ausgabe am 15. April 2010.

Zum „grünen“ Gutedel gibt es jetzt auch einen neuen Spätburgunder: „Blauer Markgräfler“.

MARKGRÄFLERLAND. Der Gutedel „Grüner Markgräfler“ hat einen Bruder bekommen, den Spätburgunder „Blauer Markgräfler“. Beide Weine zeichnen sich durch eine filigrane Machart aus, werden schonend vergoren, mit moderatem Alkoholgehalt trocken ausgebaut und gekühlt getrunken. Somit eignet sich der „Blaue“ auch als Sommerwein, was für einen Spätburgunder eher ungewöhnlich ist.

Ideengeber ist Berthold Willi aus Heitersheim. Gekeltert werden die Neuheiten von der Winzergenossenschaft Hügelheim und acht Weingütern zwischen Ebringen und Tüllingen. 2008 kam der „Grüne“ auf den Markt – ein Gutedel mit maximal 10,5 Volumenprozent Alkohol. Seit April gibt es „Blauer Markgräfler“ aus Trauben des blauen Spätburgunders. Er soll höchstens 11,5 Prozent Alkohol haben, was nicht immer erreichbar sei. Warum, erklärt Berthold Willi: „Man muss die physiologische Reife der Trauben abwarten, auch auf die Gefahr hin, dass die Öchsle steigen.“ Der blaue Markgräfler wird wie normaler Spätburgunder auf der Maische vergoren, erklärt Martin Schneider, Kellermeister der WG Hügelheim – mit dem kleinen Unterschied, dass die Maische zwei Tage vor dem Gären gekühlt wird, was den Prozess verlangsamt. Dadurch verringern und verfeinern sich die Gerbstoffanteile (Tanine), Traubenaromen lagern sich besser im Wein ein und die Trinkreife wird früher erreicht. Weil die Maische weniger bewegt und die Beerenhaut weniger ausgepresst wird, ist die Farbe kirsch- statt dunkelrot. Das harmoniert gut mit dem Geschmack nach sonnengereiften Kirschen. Die neun Erzeugerbetriebe haben sich eine Selbstkontrolle auferlegt, so Berthold Willi. Das beinhalte eine Ertragsbeschränkung.

Geherbstet werden sowohl die Gutedel- als auch die Spätburgundertrauben nur in ausgesuchten Parzellen. Sie kommen erst nach einer Jungweinprobe – mit externen Juroren – auf den Markt. Von jeder verkauften Flasche werden einige Cent zu Gunsten von Markgräfler Kulturgütern gespendet. Dieses Jahr übergaben die Weinerzeuger dem Markgräfler Museum in Müllheim 1000 Euro.

Bei neun Betrieben gibt es auch jeweils neun „Grüne“ und „Blaue Markgräfler“ Der Geschmack variiere, da jeder Wein die Handschrift seines Kellermeisters und seines Gewanns trage, wie Martin Schneider erklärt. Die WG Hügelheim baut derzeit rund sieben Prozent ihrer Gutedelflächen „grün“ aus. Mit Erfolg. Verglichen mit dem Vorjahr habe man die Produktion um 20 Prozent erhöht, so der Kellermeister. Ein gute Zukunft sieht Berthold Willi auch für den blauen Spätburgunder: „Dieser unbeschwert-leichte, gekühlte Rotwein könnte ein Sommertraum werden.“