Weinpreise 2016 – Ortenauer Schleuderpreise im Markgräflerland

Weinpreise 2016 – Ortenauer Schleuderpreise im Markgräflerland

Die Zeitung „der Sonntag“ vom 31. Juli 2016 schreibt auf der Titelseit: „Das große Sterben“. Es gibt dramatisch weniger Schmetterlinge und andere wilde Bestäuber. Das ist eine Gefahr für das Ökosystem. Ein Drittel aller Lebensmittel in der westlichen Welt würden oder schlimmer, werden fehlen wenn….“.

In derselben Zeitung wirbt das E. Center in Müllheim mit Wein aus der Ortenau. Die Ortenauer Weinkeller (OWK) gehören zur EDEKA Gruppe Südwest.

Eine Flasche  Grau- oder Weißburgunder, Spätburgunder Rotwein oder Spätburgunder Weißherbst für sage und schreiben: € 1.99 je 0,75 ltr. Flasche ( 1 ltr= € 2,65 )

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Bei diesem Erlös der Ortenauer Weinkellerei  kann nurmit Verlust verkauft werden. Zieht man vom Verkaufspreis 19% Umsatzsteuer sowie den Rabatt von um die 30 % ab,  dann kauft das E-Center ein für ca. € 1.18 die 0,75 ltr. Flasche.

Um diese Menge an Wein erzeugen zu können, benötigt man ca. 1 kg Trauben. Der Auszahlungspreis liegt etwa bei € 1,– pro kg. Setzt man noch weitere variable Kosten für Flasche, Verschluss und Etikett mit € 0,27 an, so ergibt es bereits eine Unterdeckung von € 0,07.  Und der Wein ist noch nicht ausgebaut, etikettiert, verkauft, verschickt und verwaltet.

Egal wie, die variablen Kosten müssen immer verdient sein. Bei den fixen Kosten sollte man zumindest einen Betrag über den variablen erzielen, um somit die fixen Kosten decken zu können ( Deckungsbeitrag ). Für Konzernunternehmen gelten diese Regeln wohl nicht.

Dieses Angebot ist leider kein Einzelfall. Im nächsten Blog werde ich über einen kausalen Zusammenhang von wertlosen Preisen und einhergehendem Sterben unser Ökosysteme berichten.

BdZv

 

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