Betonei und Mischsatz – Q.E.D

Betonei und Mischsatz – Q.E.D

Wagemutig begann das Bio-Weingut Roth im fränkischen Wiesenbronn ,  mit dem Experiment, Wein in zwei eiförmigen Betonbehältern zu vinifizieren. Beim Rotwein wartet man noch  gespannt auf das Ergebnis. Der 2012er Weißwein aus einem vierteiligen Mischsatz  hat bereits gezeigt, dass es ein guter Weg zu einem außergewöhnlichen Tropfen ist. Mutig auch der Name des Weines:  „  Q.E.D – Quod Errat Demonstrantum „ – Was zu beweisen war.

Vinothek

Seit rund 150 Jahren wird Beton als Behältermaterial eingesetzt.  Die Fachwelt ist sich per heute bewusst, dass die neue Eiform aus Sichtbeton gewisse Vorteile aufweist:

  • Nach Claudius Ptolemäus bedingt die Eiform des Goldenen Schnitts  keinen toten Winkel. Somit kann sich der Wein während der Gärphase und Lagerung ohne Kanten und Ecken bewegen. Dies begünstigt eine Zirkulation der Weininhaltsstoffe  und die Aufnahme winziger Sauerstoffmoleküle werden positiv beeinflusst.
  • Durch die feinen Poren in der Betonwand dringt Sauerstoff im optimalen Verhältnis bis an den Wein. Ziel ist dabei ein besseres Wachstum der Hefen bei Gärbeginn und eine Polymerisierung und Stabilisierung des Weines bei der Reifung.

jedoch bestimmte Nachteile mit sich bringt:

  • Fragen auf die chemischen Reaktionen wie den Einfluss auf organische Säuren und den ph-Wert.
  • Einfluss auf Spurenelemente und Schwermetalle,  auf Alkali-/Erdalkali- und Anionen

(Siehe: Weinausbau im Betontank im Heft 25/11 das deutsche Weinmagazin)

Angela_BetoneiscalNach den Erfahrungen der ersten „Betonei-Pioniere“: auf dem Foto, Angela Mitschlich vom Weingut Meinklang im Burgenland, Weingut Ludwig Knoll , Weingut Sauer, wurden neue Zemente aus geeigneten Gesteinskörnungen zur Herstellung von Betonen entwickelt. Diese neue Zement-Generation setzt das Weingut Roth ein und macht dabei sehr gute Erfahrungen.

Die Erklärung zum Mischsatz erfolgt im nächsten Beitrag nebst einer Verkostungsnotiz des Q.E.D

Bvd

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