Deutscher Wein

Deutscher Wein

       Genuss in großer Vielfalt!

So wirbt ALDI – Süd am 18.7.2013

Drei Beispiele:

Rheinhessen: 2012er Sommer Cuvee 0,75 ltr.                               € 1.99

Pfalz: 2012er Dornfelder Rosé  QbA   0,75 ltr                                  € 1,59

Baden: 2012er Spätburgunder Weißherbst QbA   0,75 ltr            € 1,99

Genuss und Hauptsache der Wein schmeckt (billig), so die landesübliche Meinung. Auf jeden Fall i.O. für den Geldbeutel des Verbrauchers.  Was bleibt für den Winzer /Erzeuger übrig? Am Beispiel von € 1,59 je 0,75 Flasche sind es  nach Abzug von Umsatzsteuer, Discountrabatt, Flasche mit Etikett und Schraubverschluss noch € 0,60 für die Trauben. Und die Weinaufbereitung sowie Vertriebskosten sind zum Nulltarif?

Kann man Qualität schmecken? Im Heft April 2013 von „Wein+Markt“ steht: Was hiesigen Verbrauchern im Segment bis 4 Euro an Pinot Grigio und Grauburgunder geboten wird, ist mitunter eine echte Zumutung…ein Drittel der getesteten Weine aus dem LEH waren fehlerhaft…

Die Weinbauverbände in Deutschland argumentierten u.a. mit Qualitäts- und Preisverlusten, falls der Anbaustopp für Reben fallen sollte.

Die Entscheidung über die Verlängerung der Pflanzrechte, also gegen eine Aufhebung des Anbaustopps für Reben, ist bis zum Jahre 2030 ausgedehnt worden;  allerdings mit dem Kompromiss, jährlich die Rebfläche um 1% erweitern zu können. Für Deutschland sind dies ca. 1000 ha. p.a.

Was um alles in der Wein-Welt zwingt uns  nach dieser Entscheidung dazu, einen QbA Rosé zu € 1,59 zu verramschen? Wir Einheimischen rufen doch die Weltgemeinschaft der Weinerzeuger auf, noch billiger den Weinmarkt zu bedienen. Die Folge davon ist eine zunehmende chemische und mechanische  Belastung der Weinberge und im Weinkeller.

bdbms

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