Mischsatz aus Gutedel und Muskateller als idealer Kultwein

Mischsatz aus Gutedel und Muskateller als idealer Kultwein

Die Weinqualität im Mittelalter wurde unterschieden  zwischen dem Qualitätswein, den Frankenwein und  und im Gegensatz dazu den Hunnenwein, welcher von Massenträgern wie Trollinger und Elbling gewonnen wurde. Für die Entrichtung von Zehntwein durfte nur Frankenwein geliefert werden

Ab 1550 war es üblich,  Rebsorten im Mischsatz zu pflanzen, um Witterungsschwankungen durch die unterschiedlichen Eigenschaften verschiedener Sorten aufzufangen. Zum gemischten Satz gehörten im Mittelalter: Riesling, Traminer, Muskateller, Gutedel, Elbling und später der Silvaner.
Für Rotwein wurden Trollinger, Spätburgunder, Frühburgunder und schwarzer Urban im Mischsatz ausgebaut.

 Im Weinberg von Walter de Battè in Ligurien wachsen seit einem Jahrzehnt  verschiedene einheimische Sorten, die alle gleichzeitig geerntet und zusammen vinifiziert werden. Die Assemblage findet bereits im Weinberg statt. Beispielhaft für andere Weingüter mit identischer Vision auf diesem Weg: António Lopez Ribeiro und Sara Dionisio Casa de Mouraz, Dáo, Portugal.

In den 50 ziger und 60 ziger Jahren pflegte mein Vater den Mischsatz mit dem Gutedel ; dabei pflanzte er mit jedem 15 Stock eine Muskatellerrebe. Eine Folge aus dem 1950 stattgefundenen Korea-Krieg und der dadurch resultierenden Zuckerknappheit. Wenn wir zuhören, gibt uns die Natur aus der Not heraus ein Zeichen uns zu überlegen.

Ich bin mir sicher es würde ein feinster Mischsatz-Wein mit ausgeprägtem Terroircharakter werden. Dominierende 85 % Gutedel und 15 % Muskateller haben dezent würzenden  Einfluss. Beide Rebsorten passen in ihrer Struktur bestens zusammen.

Kommentar verfassen