Rebschnitt

Rebschnitt

Es ist das Gefühl des richtigen Zeitpunktes, um mit dem Rebschnitt zu beginnen. Die Mehrheit der Winzer starten mit dem Rebschnitt in der laubfreien Zeit, also schon im November. In der Praxis bleibt hinsichtlich dem Zeitfaktor auch keine andere Wahl.IMG_1905

Beachten sollte man generell, dass unter minus 6 Grad nicht geschnitten werden sollte. Richtig grobe Schnitte bei alten Abgängen können jedoch schon im Januar erfolgen, um eine Verkorkung und zu starkes Tränen zu unterbinden.

Ideal ist der Beginn des Rebschnittes und je nach Rebsorte Ende Februar und Anfang März. Dann können eingetretene Frostschäden und Hagelschäden besser korregiert werden. Siehe Hansjörg Stücklin -Weinbauberater am Weinbauinstitut in Freiburg-.

Der Rebstock zieht mit enormer Anstrengung Wasser aus bis zu 25 Metern Tiefe. An den Schnittstellen tropft das Rebensekret “ Aqua vitis “ ab. Im Rahmen der energetischen Verwertung von Rebholz als Hackschnitzel und Rebholzwellen, ist der Feuchtigkeitsgehalt des Holzes wichtig. In der Gutedel-Rebanlage von Gerhard Fünfgeld aus Heitersheim – Straußi – habe ich in bestimmter Zeitfolge den Feuchtigkeitsgehalt gemessen. Dort erntet Fünfgeld  Jahr für Jahr gesunde Gutedeltrauben. Ein Ergebnis des späten Rebschnittes ?

Am 31.12.2012 betrug diese am 1 jährigen Holz 54% , am 3.2.2013 noch 46 %
Am 31.12.2012 betrug diese am 2 jährigen Holz 52 %, am 3.2.2013 noch 48 %

Am 31.12.2012 betrug diese am Kopf 49 %, am 3.2.2013 noch 48 %

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Meines Erachtens ist es für die Rebe elementar wichtig, so spät es geht geschnitten zu werden . Dann hat der Saft des Rebholzes Zeit,  seine kostbaren Inhaltsstoffe wie Zucker, Stärke, Eiweiß, Spurenelemente u.a. in den Kopf  und in den Stamm zurückfließen zu lassen. So mit Feuchtigkeit gesättigt , ist es dem Rebstock über  die Kapillarwirkung wesentlich leichter, sein Wasser aus der Tiefe zu ziehen und weiterzuleiten.              pbIMG_1927 - Kopie

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