Buxbaum – Zünsler

Buxbaum – Zünsler

mit Backpulver bekämpfen. Im Weinbau wird dieses Mittel gegen Echten und Falschen Mehltau eingesetzt. Derzeit puppen sich in diesem Jahr schon die dritte Generation an Zünsler.

Die Raupen halten sich zum Schutz in Kammern auf, die durch Formen und Verkleben von Blättern entstehen.  Dicht gesponnene Konkons schützen vor einer Bekämpfung mit Spritzmittel. Um das Innere der Schutzhülle zu erreichen, braucht man hohen Spritzdruck. Diesen kann i.d. R. der private Gartenbesitzer kaum mit seinem Spritzgerät erreichen. Vor dem Spritzen – gleich welches Mittel – sollte der Buxbaum total mit Wasser genäßt werden, damit das Spritzmittel besser in das Blattwerk eindringen kann.

Beobachtet habe ich lediglich zwei natürliche  Feinde des Zünslers. Zum einen sind es Blaumeisen, aber nur wenn nicht chemisch gespritzt wurde; zum anderen sind es die kleinen, quirligen und beißenden Ameisen. Nur gehen diese mangels Nahrungsquellen selten in einen Buxbaum. Etwa sechs Ameisen beißen sich in die Raupe ein, dieser Kampf in der sich der Zünsler wehrt und ein grün-gelbliche Sekret ausstößt dauert ca. 45 sec. bis der Zünsler hinüber ist.

Die Blätter des Buxbaumes schmecken für uns Menschen bitter und wahrscheinlich auch für den Zünsler. Deshalb probierte ich in der Zeit vom 26.7. – 27.7.2012 eine Backpulvermischung mit 2 Beutel Backin und 5 Esslöffel Zucker auf 5 Liter handwarmes Wasser. Die Außentemperatur in der Sonne betrug im Buxbaum 40 ° C. ; eine ideale Temperatur. Nach 2 maligem Spritzen fand ich keinen Schädling mehr. Vielleicht wirkt auch schon die Zuckerwasserlösung, da die Raupen auf bitter stehen.

pb:ld

8 Gedanken zu „Buxbaum – Zünsler

  1. Ich gebe den Kampf auf. Seit 3 Jahren lese ich die Raupen ab und das in tagelanger Arbeit. Kaum ist man fertig,schlüpfen die neuen Raupen. Die einzige Lösung heißt: Bux entsorgen.

  2. Hallo Frau Kuschmierz. 3 Jahre Kampf ist tapfer. Bei den gefrässigen Raupen ist normalerweise nach einem Jahr kein Blatt mehr da. Nicht die Raupen sind das Übel sondern der in Konkons eingehüllte und damit geschützte Nachwuchs. Der Konkon muss mit Wasser durchnässt sein, bevor die Backpulver – Zuckerlösung mit starkem Druck durch den Schutzanzug der Brut dringen kann. Diese Lösung in Verbindung mit Wärme um die 30 ° C vertragen die Zünslerlarven nicht.
    Wie oft haben Sie Backpulver mit Zucker gespritzt und wie warm war es? Haben Sie vorher genässt ?
    Liebe Grüsse
    Berthold Willi

  3. Anna
    Leider hat es noch keine 30°. Wenn ich warte bis es so warm ist, ist mein Bux aufgefressen. Ich habe in den letzten 2 Wochen hunderte von Raupen abgeklaubt, einmal gespritzt und die Raupen fressen munter weiter.
    Liebe Grüße
    Anni

  4. Hallo Anna,
    Das haushaltsübliche Backtriebmittel besteht aus Dinatriumdiphosphat und Natrium-hydrogencarbonat. Durch Wärme über Sonneneinstrahlung ( 28 ° C ) und Feuchtigkeit reagiert das Natron mit der Säure und setzt Kohlenstoffdioxid in Form von Gasbläschen frei.
    Die Raupen halten sich zum Schutz in Kammern auf, die durch Formen und Verkleben von Blättern entstehen. Dicht gesponnene Konkons schützen vor einer Bekämpfung mit Spritzmittel. Um das Innere dieser Schutzhülle zu erreichen, braucht man hohen Spritzdruck. Diesen kann i.d. R. der private Gartenbesitzer kaum mit seinem Spritzgerät erreichen. Also vor dem Spritzen – gleich welches Mittel – sollte der Buxbaum total mit Wasser genässt werden, damit das Spritzmittel besser in das Blattwerk und Konkons eindringen kann. Probieren Sie es mit lauwarmen 30 ° Wasser und geben Sie 10 Löffel Zucker auf 3 ltr. Wasser .

  5. Ich habe unsere Buxbaumkugel, Durchmesser ca. 100cm mit dem Hochdruckreiniger intensiv, vor allem auch innen bearbeitet. Das Resultat ist verblüffend. Alle Raupen, Larven sowie die Spinnweben und auch die angefressenen Blätter sind weg und das ohne Chemie. Den gesunden Blättern hat es nicht geschadet.

  6. Habe es nur mit Backpulver 1Päckchen auf 1ltr. Wasser probiert, das seit 6 Wochen und 3 x wöchentlich gesprüht und alles ist weg, kann keinen Befall mehr feststellen und hoffe, das es so bleibt

  7. Danke für den Natron-Tipp. Ich bin gerade vor Kurzem auf Natron als Spritzmittel gegen Mehltau und Sternrusstau bei Rosen gestoßen und experimentiere mit der Dosis herum. Es wirkt jedenfalls. Muss aber öfter wiederholt werden. Nun geht es damit dem Zünsler an den Kragen. Leider sind die kleinen Buchse schon völlig braun, bis auf einige neue Triebe. Für 30 Grad ist es nun auch schon zu spät im Jahr. Aber ich bin dennoch gespannt.

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