Peronospora – Falscher Mehltau

Peronospora – Falscher Mehltau

eine der ernstzunehmenden Krankheiten im Weinbau. In den Jahren ab 1870 wurde der die Blattfallkrankheit auslösende Pilz eingeschleppt. Diese Krankheit war mit ein Anlass zur Gründung des Staatlichen Weinbauinstitutes in Freiburg im Jahre 1921.

Ein neues biologisches Verfahren soll nun Entlastung für den Weinbau bringen. Helfen könnte wieder die Natur selber. Ein Extrakt aus Hopfensäure, aus Apfelschalen gewonnene Phenole, tierische und pflanzliche Zellen, Shitake-Pilze, Tomaten undd Süßholz. Der Nachteil diese Produkte  ist ihre rasche natürliche Verflüchtigung.

Der pflanzliche Extrakt soll nun in einer weiteren Forschungsreihe in aus Fettsäure bestehenden Mikrokapseln, mit 25 Mikrometern Größe ( 1/5 eines Haares), eingehüllt werden. Bei Bedarf, also feuchtem Klima sollen die Stoffe sukzessive freigesetzt werden. Außerdem haften die Mikrokapseln gut an den Rebblättern. Mit einer EU-Forschungshilfe von € 300.000,– wird das Staatliche Weinbauinstitut ihre Forschung fortsetzen. Mit dabei sind sieben Arbeitsgruppen aus sechs Ländern.

Aus der Oberflächenveredelung kennt man diese Art von Verpackungen . Hilfreich ist auch  der Einsatz des Prognosesystem „VitiMeteo“, ein Online-Sevice, das vor Wetterkonstellationen warnt, die eine Peronospora Infektion begünstigt.

In früheren Jahren waren Rosenstöcke am Anfang einer Zeile sog. Frühwarnmelder. Die Rosenblätter werden drei Tage früher mit dem falschen Mehltau befallen. Also ein Signal, Spritzmittel einzusetzen. Heute teilweise wieder anzutreffen wie beim Weingut Schneider in Heitersheim.

Das Staatliche Weinbauinstitut beginnt in diesem Jahr mit Freilandversuchen und erwarten dann erste Ergebnisse. Allerdings werden rund 10 weitere Jahre vergehen bis die Forschungsarbeiten serienreif sind.

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