CO² – Footprint in der Weinwirtschaft

CO² – Footprint in der Weinwirtschaft

Ich denke wir haben nicht nur eine CO² – Herausforderung, sondern ein daraus resultierender  Sauerstoffmangel.

Klimawandel und Auswirkungen auf den Weinbau

Die aus meiner Heimatstadt Heitersheim stammende und in den USA lebende

Katharina Riess

arbeitet selbständig und in Zusammenarbeit mit ClimatePartner an dem Projekt CO² – Footprint in der Weinwirtschaft

Das Ausmaß der weltweiten negativen Klimaveränderungen hängt davon ab, ob es uns Menschen gelingt, den Ausstoß von Treibhausgasen dauerhaft zu verringern.

Gleichzeitig wächst  die Nachfrage von Verbrauchern und Handel für nachhaltig produzierte Lebensmittel.  Der Handel hat diese Vorzeichen erkannt und ist aktiv.

Der CO² Fußabdruck und die Klimaneutralität ist eine wertvolle und wichtige Ergänzung zu regionalen und ökologischen Produkten.

Der Fränkische und Badische Weinbau sind Vorreiter in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Derzeit werden bei 15 Weinbaubetrieben CO² Fußabdrücke modelliert. Grundlage dafür im Jahre 2011 erste Handlungsempfehlungen zu manifestieren.

Aus Baden sind das Staatsweingut Blankenhornsberg und das Weingut Zähringer Heitersheim mit in der Pilotphase. Im Heitersheimer Weingut agiert der wohl anerkannteste ECOVIN Fachmann Paulin Köpfer.

Ausgangspunkt für klimaneutralen Wein ist die Berechnung der Emissionen eines Weinguts und einer Weinlinie.

Ziele einer Treibhaus – Bilanz:

  • weltweite Entwicklung zum Thema Nachhaltigkeit in der Weinwirtschaft
  • gemeinsame Grundlagen für einen Standard im deutschen Weinbau setzen
  • konkrete Handlungen zum Klimaschutz leisten
  • wegweisende Schritte für die gesamte Weinindustrie zu legen ( Winzer, Industrie und Verbraucher )

Der Treibhaus – Fußabdruck basiert auf dem 1994 von Wackernagel und Rees entwickelten Konzept und

  • misst die menschliche Inanspruchnahme der Biosphäre
  • befasst sich ausschließlich mit der Höhe der Treibhausemissionen, welche durch ein Unternehmen und oder ein Produkt anfallen.

In die Ausarbeitung des CO² Fußabdruck für das Weingut / CCF = Company Carbon Footprint  / fließen u.a. ein:

  • Verbrauch von Strom, Wasser, Heizenergie und Kühlmittel
  • Geschäftsreisen
  • Drucksachen, Abfallmanagement usw.

In die Berechnung für die Weinlinie / PCF = Product Carbon Footprint / werden ermittelt

  • Personalaufwand, Maschinenstunden und Energie
  • Bewässerung und Unterstützungsmaterial
  • Düngemittel und Pflanzenschutzmittel und önologische Behandlungsmittel
  • Behälter, Getränkeverpackung, Verschlüsse und Kapseln
  • Transporte

Nur wer sich diesen globalen Aufgabe  stellt, wird künftig eine Marktchance haben. Die meisten jungen Menschen lernen die Herausforderung aus einer Treibhaus – Bilanz zu lesen und zu verstehen. Und sie werden auf Produkte zurückgreifen die nach den Greenhouse Gas Protocols und den ISO – Normen 14040 / 14044 bzw. 14064 hergestellt wurden. Klimaneutral bedeutet nicht  “ emissionsfrei produziert „.

Beispiel einer CO² – Reduzierung :

3 liter Bag in Box .

Ersetzt 4 Flaschen je 0,75 ltr. = Einsparung 90 % CO².

Philipp Rieger vom Weingut Rieger in Betberg, das jüngste Mitglied der Neun Markgräfler Weinmacher –  mit ihren Produktmarken  Grüner und Blauer Markgräfler – wagt sich heuer an die Bag in Box heran. Mit 25 Jahren ein mutiger Pionier.


2 Gedanken zu „CO² – Footprint in der Weinwirtschaft

  1. Hallo Willi,

    schreibe gerade meine Thesis zum Thema CO2 in der Weinwirtschaft.
    Die CO2-Einsparung einer Bag in Box (BiB) mit 90% ist ja so gut, dass es kaum zu glauben ist.
    Gibt es dazu ein Quelle? Bisher habe ich leider immer nur den 1-Liter Tetrapack, jedoch nicht die BiB in Ökobilanzen oder CO2-Bewertungen gefunden…

    Über eine Antwort würde ich mich freuen, denn auch ich möchte die BiB-Skeptiker gerne überzeugen!!

    Grüße von der
    Weinbergschnecke

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