Winter im Markgräfler Rebland

Winter im Markgräfler Rebland

das Rebland in Winterruhe. Wohlwollend eingeschneit in pulvrigen Kristallen.

Ein luftreiner, trockener Wintertag um die Minus 4 ° Grad Celsius. Eine Zeit in der

Natur für die Familie, für Jederfrau und – mann.

Und auch für die Reben. In den Ruten haben wir jetzt noch einen Saft von 60 % Feuchtegehalt.

Sie brauchen Ruhe und Kälte, damit der Lebenssaft aus den Ruten in den Stock zurückfließen

kann. Sind sie dort angelangt, ruhen sie aus, um wiederum abgerufen zu werden, wenn die Zeit

ruft. Auch die 4 Weinbergpfirsichbäume oberhalb des Rueschgraben im Maltesergarten freuen

sich der weißen und schützenden Pracht.

Viele Winzer im Nebenerwerb müssen halt ihre Reben schneiden, wenn sie Zeit dafür haben. So ist vielerorts bereits geschnitten.

Wehmut. Eine 30 jahre alte Rebanlage hat ausgedient. Man lässt ihr nach dem letzten Herbst die Zeit sich zu verabschieden. Neue Reben werden in 1000 Tagen ihren ersten Ertrag präsentieren. Auch in den Reben gib es den Dualismus von Kommen und Gehen.

2 Gedanken zu „Winter im Markgräfler Rebland

  1. Warum hat eine 30 Jahre alte Rebanlage ausgedient?
    Gut mit Humus versorgt, einer artenreichen Begrünung und dem altersentsprechenden Schnitt (altes Holz nicht soweit zurückschneiden) kommt sie eh erst mit 20 Jahren so richtig in Fahrt und kann Weine liefern, die eine Junganlage nie bringt. Schad um die Anlage, hätte noch 15 bis 20 Jahre Tiefgründiges in mehrfacher Hinsicht bringen können.

    Grüße aus den Winterfrost starrenden Windischen Büheln

    Gitta

  2. Hallo Gitta,
    absolut richtige Frage. Die Antwort hierfür steht in dem darüberstehenden Thema aus unserer Vortragsreihe mit Hans Peter Schmidt – Mythopia-Delinat- der sagt:
    „Bedenkt man das potenzielle Lebensalter einer Rebe von 120 Jahren, so Schmidt, sollte man Rebflächen nicht roden, sondern Weinberge regenerieren, Reben selektieren und ausgewählte Jungpflanzen auf angepasste Wurzelunterlagen aufpfropfen. Diese genetische Vielfalt steigere sowohl Qualität als auch Widerstandsfähigkeit.“

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