Herbstbeginn im Markgräflerland

Herbstbeginn im Markgräflerland

Physiologische Reife oder Maturation

= Herbstbeginn im Markgräflerland am 21.9.2009.

Öchsle, Säure und  ph Wert, Färbung der Beerenhaut, Elastizität des Fruchtfleisches,  Reifezustand der Traubenkerne und das Aroma der Beeren selber werden im groben als physiologische Reife genannt. Dieser in den 90 er Jahren in den USA geprägter Begriff, ist Startsignal zur Traubenernte.

Die gleichbegriffliche Maturation ( frz. maturité ) ist die Bezeichnung für einen optimalen Reifefzustand der Weintrauben im jährlichen Vegetationszyklus des Rebstocks.

Einfach dargestellt:  Zerdrückt man leicht eine Traubenbeere, so soll sich das Fruchtfleisch vom Traubenkern lösen und dieser wiederum oxidierend leicht braun werden.

Fritz Keller schreibt in seiner Kolumne in der BZ vom 19.9.2009 “ Ein Schatten auf den Reben“ folgerichtig und mahnend  die Auswirkungen unter einer Verkürzung der Vegetationsperiode. Hierduch leidet das Extraktpotenzial der Trauben, im Prinzip die Entwicklung all jener Stoffe, die außer Wasser und Alkohol den Geschmack des Weines bestimmen.

Richtige und rechtzeitige  EntlaubungDSC00060 sind ein ausführliches Thema für die Zeit nach der Lese.  Auch über die Theorie einer natürlichen Ausrichtung gegen den Wind werde ich  berichten.

Auf der Gemarkung Seefelden sind bereits auf entlaubtem Gewann beim Müller – Thurgau und Gutedel  braune Trauben zu sehen.DSC00052Gutedel2009 Knackige  Gutedeltraube im Heitersheimer Maltesergarten am 20.9.2009

Nicht nur verschiedene Reifegrade, auch turnende Feldmäuse und  Trauben ansaugende Wespen können mögliche Essigfäule verursachen. Leider sind bei steigenden Öchslegraden auch abbauende Säure zu beobachten.

Doch relativ kalte Nächte und ein herrlicher Altweibersommer werden uns sicherlich einen sehr guten Jahrgang gönnen. Ob es ein Spitzenjahrgang wird, muss sich noch zeigen.

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